Energieklasse A oder B: Lohnt sich der Aufpreis beim Geschirrspüler?
Kurz gesagt: Im Median zahlt man für Klasse A 208 € Aufpreis gegenüber Klasse B und spart 11 € Strom und Wasser im Jahr (60 cm, Einbau, 280 Spülgänge). Bis der Aufpreis wieder drin ist, vergehen 18,9 Jahre, länger als die 10 Jahre, mit denen wir rechnen. Der Median sagt aber wenig über das einzelne Gerät: Unter den 10 Geräten mit den niedrigsten Gesamtkosten über 10 Jahre sind 10 der Klasse A . Das günstigste A-Gerät kostet 497 €, weniger als ein B-Gerät im Median (700 €).
Die Frage ist also weniger „A oder B?“ als „Was kostet dieses Gerät über die Jahre?“. Genau das rechnet der Gesamtkostenrechner.
Aufpreis und Ersparnis von Klasse A
| gegen Klasse | Geräte | Aufpreis A | Ersparnis/Jahr | wieder drin nach |
|---|---|---|---|---|
| B | 58 | 208 € | 11 € | 18,9 Jahre |
| C | 70 | 279 € | 21 € | 13,5 Jahre |
| D | 38 | 159 € | 31 € | 5,1 Jahre |
| E | 15 | 289 € | 42 € | 6,9 Jahre |
| gegen Klasse | Geräte | Aufpreis A | Ersparnis/Jahr | wieder drin nach |
|---|---|---|---|---|
| B | 12 | 347 € | 12 € | 28,5 Jahre |
| C | 5 | 404 € | 22 € | 18,8 Jahre |
| D | 9 | 407 € | 33 € | 12,4 Jahre |
| E | 5 | 487 € | 43 € | 11,4 Jahre |
Aufpreis: Median des günstigsten aktuellen Händlerpreises (inkl. Versand) der Klasse A minus Median der anderen Klasse. Ersparnis: Median der Strom- und Wasserkosten. Ein negativer Aufpreis heißt, dass A-Geräte im Median sogar günstiger sind.
Wie oft du spülst, entscheidet mit
| Nutzung | gegen B | gegen C | gegen D | gegen E |
|---|---|---|---|---|
| Selten (2× pro Woche) (104/Jahr) | 50,8 Jahre | 36,2 Jahre | 13,8 Jahre | 18,5 Jahre |
| Durchschnitt laut Befragung (3,7× pro Woche) (192/Jahr) | 27,5 Jahre | 19,6 Jahre | 7,5 Jahre | 10 Jahre |
| Normwert (280 pro Jahr) | 18,9 Jahre | 13,5 Jahre | 5,1 Jahre | 6,9 Jahre |
| Intensiv (8× pro Woche) (416/Jahr) | 12,7 Jahre | 9,1 Jahre | 3,4 Jahre | 4,6 Jahre |
Quellen der Nutzungsprofile: AEG-Befragung 2025 (Herstellerquelle), Umweltbundesamt, Normwert des alten Energielabels. Strom 0,37 €/kWh, Wasser 4,68 €/m³.
Warum der Buchstabe allein nicht reicht
- Die Klasse ist relativ zur Größe. Sie vergleicht den Verbrauch mit einem Normverbrauch, der von der Zahl der Maßgedecke abhängt (Verordnung (EU) 2019/2017). Ein 45-cm-Gerät der Klasse B kann weniger Strom brauchen als ein 60-cm-Gerät der Klasse A (Stromverbrauch nach Klasse und Breite).
- Die Preise streuen stark. Innerhalb jeder Klasse liegen günstige und teure Geräte weit auseinander. Ein günstiges A-Gerät kann über die Jahre billiger sein als jedes B-Gerät, ein teures A-Gerät teurer.
- Dein Tarif zählt. Mit einem höheren Strompreis ist der Aufpreis schneller wieder drin, mit einem günstigen Neukundentarif langsamer. Im Rechner trägst du deinen Preis ein.
- Die Werte gelten für Eco. Wer meist andere Programme nutzt, verbraucht mehr (Eco-Programm).
So vergleichst du zwei konkrete Geräte
- Im Gesamtkostenrechner Breite und Bauform wählen und deine Spülgänge pro Woche eintragen.
- Nach Gesamtkosten sortieren: oben stehen die Geräte, die über die Jahre am wenigsten kosten, egal welche Klasse.
- Zwei Geräte zum Vergleich auswählen: Der Vergleich zeigt, nach wie vielen Jahren sich das teurere rechnet, oder dass es das nicht tut.
Alle Geräte nach Breite: 60 cm, 45 cm.
Häufige Fragen
- Lohnt sich ein Geschirrspüler mit Energieklasse A?
- Im Median kostet ein Gerät der Klasse A (60 cm, Einbau) 208 € mehr als eines der Klasse B und spart 11 € Strom und Wasser im Jahr (280 Spülgänge). Der Aufpreis ist damit nach 18,9 Jahren wieder drin, also erst nach dem Betrachtungszeitraum von 10 Jahren. Entscheidend ist der Preis des einzelnen Geräts: Unter den 10 Geräten mit den niedrigsten Gesamtkosten über 10 Jahre sind 10 der Klasse A.
- Was ist der Unterschied zwischen Energieklasse A und B beim Geschirrspüler?
- Im Median 10,5 kWh pro 100 Spülgänge (54 gegen 64,5 kWh, 60 cm, Einbau). Bei 280 Spülgängen im Jahr und 0,37 €/kWh sind das 11 € Stromkosten im Jahr. Die Klassengrenzen hängen von der Zahl der Maßgedecke ab (Verordnung (EU) 2019/2017).
- Ab wie vielen Spülgängen lohnt sich ein sparsamerer Geschirrspüler?
- Je öfter das Gerät läuft, desto schneller holt es einen Aufpreis wieder herein: Die Ersparnis wächst mit jedem Spülgang, der Aufpreis bleibt gleich. Im Gesamtkostenrechner kannst du zwei Geräte auswählen und mit deiner Zahl an Spülgängen sehen, nach wie vielen Jahren sich das teurere rechnet.
Datenstand 01.11.2026. Verbrauch vom EU-Energielabel (EPREL), Preise aus den Feeds der Händler, nur Angebote, die höchstens 48 Stunden alt und lieferbar sind. Die Reihenfolge hängt nie von Provisionen ab (Methodik).
Quellen
- EPREL, Europäische Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung (© Europäische Union)
- Delegierte Verordnung (EU) 2019/2017 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Haushaltsgeschirrspülern
- Strompreis 08/2026: BDEW-Strompreisanalyse 08/2026, Durchschnitt Haushalt 3.500 kWh/Jahr, brutto inkl. anteiligem Grundpreis
- Wasserpreis 01.01.2025: Destatis, verbrauchsabhängige Entgelte Stichtag 01.01.2025: Trinkwasser 2,06 €/m³ + Schmutzwasser 2,62 €/m³ (Bundesdurchschnitt, ohne Grundgebühren)
- AEG-Befragung, 1.000 Personen in Deutschland, 04/2025 (Herstellerquelle): 3,7 Spülgänge pro Woche
- Umweltbundesamt: intensive Nutzung ab 8 Spülgängen pro Woche
- Betrachtungszeitraum 10 Jahre (Annahme): Annahme. Stiftung Warentest rechnet mit zehnjähriger durchschnittlicher Lebensdauer; das Umweltbundesamt vergleicht ebenfalls über 10 Jahre